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Program

Friday, April 9, 2010

14:00 Opening, introduction

 

16:00 “The Contours of living learning – Theme-centered Interaction in between freedom and necessity”

Prof. Dr. Helmut Reiser

Institute for Special Ed., University of Hannover

 

19:30 Workshops, part 1 (-> Download als pdf)

 

 

Saturday, April 11, 2010 
9:00 “Intelligent Knowledge as the key to mastery – Findings in Brain research and the consequences for learning and Teaching”
Cognitive psychologist Prof. Dr. Elsbeth Stern, Technical University Zürich



11:00 Workshops, part 2


 

15:00 Forums, e.g. Introduction to TCI, young grown-ups, Education Policies (featuring Klaus Wenzel, President Bavarian Teachers Union) (-> Download als pdf)

 

17.00 Workshops, part 3

20.00 Festive Evening

 

Sunday, April 11, 2010

9.00 “The neglected Learning Environment – Learning from a constructivist point of view”
Prof. Dr. Kersten Reich, International teaching and education studies (Dewey Center), University of Cologne


11.00 Closing Plenum 


 

-> Workshopangebot zum Download als pdf

In addition to the daily lecture TCI can be experienced live in continuing, three-part workshops

* Vorträge:

 

„Die vernachlässigte Lernumgebung – Lernen aus konstruktivistischer Sicht“
Die räumliche, zeitliche und soziale Lernumgebung bestimmt entscheidend mit darüber, inwieweit lernen konstruktiv, emotional und sozial-kognitiv auf vielen Wegen, mit vielen Perspektiven und Ergebnissen gelingen kann. Die neuere internationale Lehr- und Lernforschung verfügt über eine lange Erfahrung und viele Forschungen, die uns zeigen können, wie wir Lernen gut und effektiv organisieren können, auch und gerade wenn die Lerner sehr unterschiedlich sind. Im Zentrum der internationalen Forschung steht dabei die Idee und das Froschungsresultat, dass insbesondere heterogene Lerngruppen effektiver lernen als homogenen. Diese Einsicht bietet einigen Zündstoff für Schulsysteme, die Schüler/innen in zu jungen Jahren nach homogenen Gesichtspunkten selektieren wollen und gelichzeitig in vergleichenden Schulleistngstests schlechtere Leistungen als Lädner zeigen, die mit heterogenen Gruppen in einer Schule das Lernen als Fördern entwickeln. In dem Vortrag wird auf aktuelle Forschungen aus der internationalen Lehr- und Lernforschung als auch der Schularchitektur zurückgegriffen, um Impulse für die Gestaltung guter Lernumgebungen zu geben.

Prof. Reich hat den Ansatz „Interaktionistischer Konstruktivismus“ entwickelt, der einen kulturbezogenen Konstruktivismus begründet. In seinen älteren Arbeiten (z.B. Erziehung und Erkenntnis, Klett-Cotta 1979) ging er von einem methodischen Konstruktivismus der Erlanger Schule aus, war aber auch durch die kritische Theorie und eine Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse geprägt. Eine deutliche Wende zu einem kulturell begründeten Konstruktivismus (unter Einschluss einer kritischen Aufnahme eines konstruktiven Pragmatismus) findet man seit Anfang der 90er Jahre. Bedeutsam ist hier insbesondere der Doppelband „Die Ordnung der Blicke“ (Luchterhand 1998).


Prof. Dr. Helmut Reiser
„Konturen lebendigen Lernens - Themenzentrierte Interaktion im Spannungsfeld von Freiheit und Notwendigkeit“
Der Vortrag untersucht die Vorstellungen, die dem Ziel "Lebendiges Lernen" in der TZI zugrunde liegen. Es werden dabei sowohl die Erfahrungen der Zuhörerinnen und Zuhörer aktiviert wie auch pädagogische und kulturhistorische Überlegungen angestellt. Es wird diskutiert, welche Bedeutung die Zielvorstellung und der Begriff des "Lebendigen Lernens" in der Weiterentwicklung der TZI haben können.
Prof. Dr. Helmut Reiser Pädagoge, Professor für Sonderpädagogik an der Universität Hannover, Lehrbeauftragter für TZI, Supervisor (DGSv, DAGG), Mitglied der Region WILL Niedersachsen Methodenkurse, Lehrerbildung, Großgruppen, Teambegleitung, Mitarbeit an der Neukonzeptionierung der TZI - Ausbildung, Veröffentlichungen (Aufsätze, Bücher) zur theoretischen Grundlegung der TZI, hat die TZI-basierte Supervisonsausbildung mit entwickelt.


"Intelligentes Wissen als der Schlüssel zum Können - Erkenntnisse der Hirnforschung und ihre Konsequenzen für Lernen und Lehren"
Alles, was wir in einem bestimmten Inhaltsbereich wissen und könne, müssen wir zuvor -  oft recht mühevoll - lernen. Diese eigentlich triviale Tatsache gewinnt vor dem Hintergrund der Diskussion um Bildungsinhalte zunehmen an Bedeutung. Lohnt es sich angesichts der sich schnell ändernden Welt überhaupt noch Inhaltswissen zu erwerben, oder sollte man dieses zugunsten der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen und Lernstrategien zurückstellen? Mit dieser Position werde ich mich sehr kritisch auseinander setzen. Lern- und Denkstrategien sind nämlich untrennbar an den jeweiligen Inhaltsbereich gebunden, und alle Versuche, solche Kompetenzen losgelöst von anspruchsvollen Inhalten zu trainieren, müssen als gescheitert betrachtet werden. Allerdings kann Inhaltswissen im Gedächnis mehr oder weniger intelligent abgelegt werden und ist damit mehr oder weniger geeignet zur Bewältigung neuer Anforderungen. Wie Lernumgebungen beschaffen sein müssen, damit intelligentes, breit einsetzbares Wissen erworben werden kann, wird ausführlich behandelt. Worin sich Menschen in ihren Lernvoraussetzungen unterscheiden und inwieweit solche Unterschiede durch Anstrengung und Fleiß ausgeglichen werden können, wird ebenfalls angesprochen.
Prof. Dr. Elsbeth Stern, Kognitionspsychologin Technische Hochschule Zürich